Lernen wie im Ausland

Im letzten Kapitel haben wir über unterbewusstes Lernen gesprochen. Den ganzen Tag fremdsprachigen Audio-Content im Hintergrund laufen zu lassen, ist eine gute Möglichkeit, die nötigen Nervenbahnen zum Lernen einer neuen Sprache aufzubauen. Aber wenn wir noch einen Schritt weiter gehen wollen, können wir auch gleich unser tägliches Leben wie im Ausland aufziehen.

Wenn jemand ins Ausland geht, lernt er die neue Sprache dort in der Regel sehr schnell. Das geschieht wegen des schon angesprochenen unterbewussten Lernens. Und genau diesen Lernprozess können wir auch zuhause nachahmen.

Lesen

Im Ausland hört man die Sprache nicht nur überall, man sieht sie auch. Daher wäre der nächste Schritt neben dem Audioangriff auch noch alles, was wir lesen in der Fremdsprache zu lesen. Anstatt der einheimischen Tageszeitung kann man online die Tageszeitung des Ortes wählen, an dem man gerne wohnen würde.

Die Sprache sehen

Im Ausland sieht man auch sehr viele Schilder. Wir können leider nicht alle Plaketten an allen Hauswänden in unserem Viertel übersetzen und ersetzen, aber wir können in unserer Wohnung alles mit Zetteln vollkleben. Der Effekt ist derselbe. Der erste Schritt könnte darin bestehen, die Gegenstände zu benennen. Der nächste wäre, die Schilder, die wir in unserem Umfeld sehen, wie Anwaltskanzlei, Metzgerei, Bäckerei, Steuerberater etc., zu übersetzen und bei uns an einer Wand aufzuhängen. Keine Ausreden, jeder hat zumindest eine Wand zuhause.

TV und Multimedia

Die meisten Bücher, Fernsehserien und Filme gibt es auch in der Zielsprache. Dank Netflix, Amazon und anderen Streamingdiensten ist das heutzutage auch kein Problem mehr.

Gedächtnisstützen

All die Notizen, die wir im Laufe einer Woche nur für uns selbst schreiben, können wir genauso in der Fremdsprache schreiben. Genau wie die oben erwähnten Maßnahmen ist es eine repetitive Maßnahme, die uns das Wissen antrainiert und uns das Pauken erspart. Beispiele wären Einkaufslisten, Prioritätenlisten in der Arbeit, Tagebuch, Notizen, wenn wir etwas z.B. bei einem Lehrgang oder im Studium mitschreiben.

Interaktion

Wenn wir jetzt noch alle Gespräche Revue passieren lassen und im Geist in der Fremdsprache antworten, haben wir dieselbe Situation wie im Ausland. Wir sehen und hören die Sprache nicht nur, wir interagieren auch in der Sprache.

Denken

Die vorletzte Maßnahme: Wenn wir versuchen, in der Fremdsprache zu denken, wären wir schon fast am Ziel. Unser Denken ist oft repetitiv. Wir machen uns immer wieder über dieselben Dinge Sorgen und denken immer wieder an dieselben Dinge. Diese Wiederholungen können wir uns zunutze machen. Auf diese Art lernen wir alle unsere Interessensgebiete, Sorgen und Gefühle auch in der neuen Sprache auszudrücken.

Gesprächspartner

Letzter Schritt: Jetzt müssten wir nur noch jemanden finden, online oder offline, mit dem wir auch wirklich sprechen und das Gelernte anwenden können.

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